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Vakuum ArtikelDas Wort Vakuum (von lat. vacuus (leer, frei)) wird in verschiedenen Bedeutungen gebraucht:
- Umgangssprachlich : Vakuum ist ein materiefreier Raum.
- Technik und Klassische Physik : Vakuum ist ein Volumen mit verringertem Gasdruck (zumeist Luftdruck).
- Quantenphysik : In der Quantenfeldtheorie wird der Zustand niedrigster Energie mit Vakuumzustand genannt.
Während ein vollständig materiefreier Raum nicht herstellbar ist, können technische Vakua in verschiedenen Qualitäten hergestellt werden.
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Auf der Erde kann man ein Vakuum herstellen, indem man einen abgeschlossene Hohlraum vom darin enthaltenen Gas mittles geeigneter Vakuumpumpen befreit.
Das einfachste Gerät zu dem Herstellen eines (minderwertigen) Grobvakuums ist die Wasserstrahlpumpe.
Spezialpumpen oder Kühlfallen reduzieren die Gasmenge weiter.
Es ist allerdings nicht möglich, ein perfektes Vakuum herzustellen.
Man unterscheidet in der Technik unterschiedliche Qualitäten der erzielten Vakua nach der Menge der verbleibenden Materie (gemessen durch den Druck in Pa = Pascal oder mbar = millibar):
| Vakuumbereich
| Druck in hPa
| Moleküle pro cm3
| mittlere freie Weglänge
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| Grobvakuum | 1000-1
| 1019-1016
| 0,1-100 μm
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| Feinvakuum | 1-10-3
| 1016-1013
| 0,1-100 mm
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| Hochvakuum
| 10-3-10-7
| 1013-109
| 10 cm-1 km
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| Ultrahochvakuum
| 10-7-10-12
| 109-104
| 1 km-105 km
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| extr. Ultrahochv. | ab 10-12
| <104 | >105 km
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Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Verpackung von Lebensmitteln mittels Vakuum. Diese werden dann von gasdichten Kunststoffhüllen umschlossen und sind durch die Abwesenheit des 'alternden' Luftsauerstoffs länger haltbar. Neben Erdnüssen werden auch Fleisch und Fleischwaren sowie Käse 'vakuumiert'.
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Das in dem Weltraum in dem interstellaren Raum oder in dem intergalaktischen Raum auftretende Vakuum ist in dem Allgemeinen dünner als jedes auf der Erde herstellbare Vakuum.
Allerdings ist auch der Weltraum nicht völlig leer (durchschnittlich ein Teilchen pro cm³).
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Die Idee des Vakuums stammt wahrscheinlich von Leukipp oder seinem Schüler Demokrit. Diese nahmen an, dass die Materie aus unteilbaren Atomen aufgebaut ist, die sich in dem leeren Raum, also in dem Vakuum, bewegen. Diese Annahme wurde aber vor allem von Aristoteles und seiner Akademie abgelehnt, da sich Aristoteles eine Bewegung ohne treibendes Medium nicht denken konnte. Auch die Platonische Schule lehnte es ab, an das nicht-Seiende zu glauben. In dem Mittelalter galt Aristoteles als Autorität, weshalb die Idee vom Vakuum sich erst mit den ersten Demonstrationen durchsetzen konnte,
Das erste Vakuum wurde von Evangelista Torricelli mit der Hilfe einer Quecksilbersäule in einem gebogenen Glasrohr hergestellt.
Populär wurde das Vakuum durch Otto von Guericke.
Er spannte Pferde an zwei Metallhalbkugeln, aus denen er vorher die Luft herausgesaugt hatte. Der beobachtete Effekt ist allerdings weniger eines Merkmal des Vakuums, als vielmehr des Drucks der umgebenden Luft (siehe Magdeburger Halbkugeln).
Die Streuversuche von Ernest Rutherford (1911) zeigten, dass Alpha-Teilchen eine Goldfolie ohne Widerstand durchqueren können. Dies zeigte, dass die Masse von Atomen in dem Kern zentriert ist. Darauf aufbauend entwarf Niels Bohr ein Modell, nachdem die Elektronen den Atomkern umkreisen, wie die Planeten die Sonne. In dem Inneren der Atome schien also ein Vakuum zu herrschen. Obwohl man diese Sichtweise noch gelegentlich in der Literatur antrifft, gilt das innere der Atome heute als von den Aufenthaltsbereichen der Elektronen (Orbitale) ausgefüllt.
Buch-Tipp: Handbuch Vakuumtechnik. Theorie und Praxis Deutsche Vakuumreferenz! "Der Wutz" ist die Vakuumtechnikreferenz schlecht hin! Ich habe mit dem Buch (damals Ausleihe, aber ab 2008 Kauf) das Vakuumtechniklabor erfolgreich gemeistert. Schoen sind die vielen durchgerechneten Beispielaufgaben, welche häufig noetig sind um ein Gefuehl fuer die vermittelte Theorie zu erhalten.
Ich wuerde mir noch ein... |
Merkmale und Anwendungen des Vakuums | |
Licht, Teilchen, Festkörper, statische elektrische, magnetische und Gravitationsfelder breiten sich in dem Vakuum aus; dagegen benötigen Schallschwingungen ein materielles Medium und können sich daher in dem Vakuum nicht ausbreiten.
Das Vakuum ist kein Lebensraum, da Lebewesen auf Materie zu ihrem Stoffwechsel angewiesen sind.
Allerdings können viele Lebewesen (Bakterien, Pflanzen) einen gewissen Zeitraum in dem Vakuum überleben.
Auch Tiere explodieren oder verkochen nicht, wenn sie dem Vakuum kurzzeitig ausgesetzt sind. Allerdings tritt in kurzer Zeit der Tod durch Ersticken ein.
Die Materielosigkeit des Vakuums bedingt, dass es Wärme und Strom schlecht leitet. Die Verhinderung von Wärmeströmung (Konvektion) und Wärmeleitung (Phononenschwingungen) findet Anwendung in der Thermoskanne (Dewar-Gefäß). Die hohe elektrische Durchschlagfestigkeit in dem Hochvakuum wird in Vakuumkondensatoren der Hochleistungselektronik und dem Hochspannungsteil von evakuierten Röntgenröhren genutzt. Es gibt jedoch einen Druckbereich im Luft sogar schneller durchschlägt als bei Normaldruck und der in bestimmten Bereichen schon als Vakuum genannt wird (10e-2 - 10e-3mbar).
Das Gefriertrocknen etwa von Kaffee, Tee, Gemüse oder Blut ist kein Effekt des Vakuums, sondern durch die Siedepunktverminderung von Wasser bei tiefem Druck bedingt.
Buch-Tipp: Sternentore - Die rätselhafte sechste Dimension Der Eintritt in eine andere Welt Noch nie zuvor hatte ein Autor mich so von seiner Arbeit überzeugt, wie Dr. Calvet. Er erwähnt und zeigt in dem Anhang 3 Artikel seiner selbst, die beweisen, dass es einen Raum gibt, der nicht mit der Raumzeit übereinstimmt. Ferner gibt es eine mögliche Technologie anhand von superkalter Materie, um auf "die andere... |
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